Landwirtschaft als Teil der Lösung

Die Landwirtschaft hat ein grosses Potential, nicht nur die eigenen Treibhausgas-Emissionen stark zu reduzieren, sondern selbst Teil der Lösung zu werden. Landwirtschaft kann als natürliche Kohlenstoffsenke fungieren. Mit der Verwendung von Pflanzenkohle besteht eine gut quantifizierbare und langfristige Möglichkeit, Kohlenstoff zu binden. Regenerative Anbaumethoden, die Verwendung von C-Düngern wie Kompost und neue Weidetechniken lassen den Anteil von Kohlenstoff im Boden steigen. Der Boden kann dadurch mehr Nährstoffe und Wasser speichern und wird damit resilienter gegen Trockenheit und Erosion. 

Verwendung von Pflanzenkohle in der Landwirtschaft

Pflanzenkohle in der Tierhaltung: Hochwertige Pflanzenkohle, die die höchsten EBC-Kriterien erfüllt, kann sowohl in kleinen Mengen an Wiederkäuer verabreicht werden, als auch eingestreut oder bei der Hofdüngeraufbereitung verwendet werden. Die Verwendung von Pflanzenkohle reduziert den Geruch und die Stickstoffverluste merklich. Es macht Sinn, die kostbare Pflanzenkohle kaskadenartig zu nutzen, also von der Fütterung an Wiederkäuer, über Einstreu, Hofdüngeraufbereitung und schlussendlich zur Ausbringung auf's Feld. 
Pflanzenkohle, mit Nährstoffen aufgeladen durch Zugabe bei der Kompostherstellung oder in der Hofdüngeraufbereitung, kann bei Ausbringung in die Böden erstens die Wasser- und Nährstoffrückhaltefähigkeit des Bodens verbessern und zweitens zu zusätzlichem  Humusaufbau beitragen, womit zur Senkenleistung der Pflanzenkohle eine zusätzliche Senkenleistung erzielt wird.
Da die Pflanzenkohle in den Böden sehr stabil ist, kann pro Tonne Pflanzenkohle rund 3,5t CO2-Äquivalente dauerhaft abgeschieden werden. Somit wertet die Verwendung von Pflanzenkohle nicht nur Böden auf, sondern hat gleichzeitig das Potential, eine robuste und gut quantifizierbare CO2-Senke zu sein.

Mobgrazing

Viele Tiere kurz auf einer kleinen Fläche grasen lassen. Dies ist grob gesagt Mob-Grazing. Es imitiert die natürlichen Wanderbewegungen grosser Grasfresserherden der Savannen und Prärien. Es wird dabei ein Teil der Pflanzen niedergetrampelt und mit Dung und Urin vermischt, es entsteht eine schützende Mulchschicht, der Kohlenstoffanteil im Boden wächst. Das Gras erholt sich um einiges schneller als wenn es kurz gefressen wird, die schützende Mulchschicht erhält die Feuchtigkeit im Boden - die Fläche wird produktiver. Grasländer gehören zu den produktivsten Gebieten der Erde und haben grosses Potential, Kohlenstoff zu speichern.

Mulchbasierte Anbausysteme

Mulch aus Kleegras oder Heu bildet eine schützende Schicht auf dem Boden. Die Bodenfeuchte wird erhalten, die sich zersetzende Mulchschicht bietet eine kontinuierliche Nährstoffzufuhr für die Pflanzen, der Boden wird vor Hitze und Starkniederschlägen geschützt und die Bodenlebewesen gedeihen, insbesondere auch die Regenwürmer, die Mulchschicht unterdrückt Begleitpflanzen.
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